Umbau der Flensburger Marinekaserne
In Flensburg, der malerischen nördlichsten Stadt Deutschlands, wurde ein ehrgeiziges Projekt in Angriff genommen, um einen Teil eines ehemaligen deutschen Marinestützpunktes in eine neue Touristenattraktion umzuwandeln, wobei man von dem atemberaubenden Blick auf den Ostseehafen und die malerische Altstadt profitierte.
Die Investmentgruppe James B.O.N.E. GmbH hatte die Vision, einige ehemalige Kasernengebäude der Marine, die direkt an der Kaimauer gelegen sind, in ein Luxushotel zu verwandeln. Der am 30. Juli 2019 abgeschlossene Umbau, der von dem innovativen Architektenteam von IGA Haus in Zusammenarbeit mit Statikern der Petersen-Ingenieure GmbH sowie Abdichtungsspezialisten der BAWAX GmbH geplant wurde, stellt eine bemerkenswerte Ingenieur- und Architekturleistung dar.
Im Laufe einiger Jahrzehnte wurden mehrere Versuche unternommen, das Bauwerk abzudichten, jedoch führte der hydrostatische Druck im Keller, der je nach Wasserstand im Hafen zwei bis drei Meter betrug, zu einem anhaltenden Wassereinbruch. Dies führte dazu, dass das Kellergeschoss über viele Jahre hinweg etwa einen Meter hoch unter Wasser stand. Durch die langfristige Wassereinwirkung und kapillare Feuchtigkeitsaufnahme in Kombination mit der CO₂-Exposition kam es zu einer tiefgehenden Karbonatisierung des Betons bis zu einer Höhe von einem Meter. Die Tests ergaben eine Karbonatisierungstiefe von bis zu 18 cm sowie Druckfestigkeiten von 5 bis 45 N/mm² in den untersuchten Betonkernen. Unter Einwirkung dieser Faktoren kam es bei der alternden Struktur zu einer starken Korrosion und Beschädigung des Betons, wobei der Bewehrungsstahl freigelegt wurde.
Nachdem sich die Bauherren, Architekten, Ingenieure und Betonspezialisten eingehend hinsichtlich der technischen Vorgehensweise ausgetauscht hatten, entschied sich das Team, den ursprünglichen Plan, ein Abdichtungsmembransystem zu verwenden, aufzugeben und stattdessen eine überlegene und bereits bewährte kristalline Technologie einzusetzen, und zwar die einzigartige „Xypex Crystalline Technology“. Diese Technologie bietet Betonstrukturen eine dauerhafte Abdichtung und Schutz. Selbst extrem beschädigte Betonwände, Platten und neue Betonelemente wie beispielsweise Aufzugsschächte, Pfähle oder Umfassungswände können damit versiegelt werden.
Das Xypex-System besteht aus „Xypex Patch’n Plug“, „Xypex Concentrate“, „Xypex Modified“ und „Xypex Admix C-Series“. Eine entscheidende Rolle spielte „Xypex Patch’n Plug“, das auf die undichten Fugen und Risse aufgetragen wurde, um das Eindringen des Wassers sofort zu stoppen. Anschließend wurde „Xypex Concentrate“ als Trockenpackung für die Fugen- und Risssanierung verwendet. Als Nächstes kamen „Xypex Concentrate“ und „Xypex Modified“ zum Einsatz, wobei ca. 2.600 m² der Keller- und Wandflächen behandelt wurden, um diese abzudichten und zu schützen.
Darüber hinaus setzte das Projektteam „Xypex Admix C-Series“ ein, um über 900 Mängel zu beheben und eine Fläche von 1.000 m² zu reprofilieren. Die Arbeiter entfernten den schadhaften und beschädigten Beton bis zu einer Tiefe von 18 cm und einer Höhe von einem Meter und reprofilierten ihn dann mit dem Mischmörtel „Xypex Admix“ in mehreren Schichten von jeweils etwa 2 cm. Die Produkte von Xypex boten eine dauerhafte Lösung, um den Beton wasserdicht und chemisch beständig zu machen, wobei der Beton in die Lage versetzt wurde, Risse von bis zu 0,5 mm selbst zu reparieren.
Die erfolgreiche Anwendung der einzigartigen kristallinen Technologie von Xypex deckte nicht nur den unmittelbaren Abdichtungsbedarf, sondern gewährleistete auch die strukturelle Integrität und verlängerte Lebensdauer der Betonelemente des Gebäudes. Diese kostengünstige, ingenieurtechnische Systemlösung spiegelt die Innovationskraft des Projektteams sowie die Vielseitigkeit und Effektivität der Produktpalette von Xypex wider.
Das am 10. Juli 2020 eröffnete Hotel ist ein Beweis für das Potenzial der Zusammenarbeit von Ingenieuren, Architekten und Technologen, die unter Einsatz der Lösungen von Xypex ein historisches Gebäude zu neuem Leben erweckten und dadurch seine Funktionalität für die kommenden Jahre sicherstellten.


